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Was erwartet Sie als Ärztin/Arzt in Weiterbildung in Weimar?

in der Klinik für

Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Anästhesie und Intensmedizin
Gynäkologie und Geburtshilfe
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Gesichtschirurgie, Plastische Operationen
Innere Medizin I (Kardiologie, Pmeumologie, Allergologie)
Innere Medizin II (Gastroenterologie, Onkologie)
Innere Medizin III (Diabetologie, Nephrologie, Hypertensiologie, diabetischer Fuß)
Kinder- und Jugendmedizin
Orthopädie, Unfall- und handchirurgie
Neurologie und Klinische Neurophysiologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Radiologie und Nuklearmedizin
im Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin


Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie hat den Vollversorgungsauftrag für die Stadt Weimar sowie den Kreis Weimarer Land mit ca. 150.000 Einwohnern. Sie verfügt über 4 Stationen mit insgesamt 86 Betten sowie an den Standorten Weimar und Apolda über 3 Tageskliniken mit 54 Plätzen und zwei Psychiatrische Institutsambulanzen und pflegt einen engen Kontakt zum Gemeindepsychiatrischen Verbund Weimar/Weimarer Land.

Der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für 4 Jahre. Die differenzierte Struktur der Klinik realisiert neben der Akutpsychiatrie und subspezialisierten Depressions- und Suchtabteilungen ein gemeindenahes Versorgungsprinzip durch verschieden profilierte Tageskliniken und zwei Institutsambulanzen, so dass Ihnen eine sehr vielseitige und umfassende Weiterbildung angeboten wird.

Unser strukturiertes Weiterbildungsprogramm ermöglicht Ihnen zunächst im vollstationären Bereich unter intensiver oberärztlicher Anleitung grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlangen u.a. bei der psychiatrischen Anamnese- und Befunderhebung sowie der Anwendung psychopharmakologischer und sozialpsychiatrischer Behandlungsstrategien. Dabei legen wir viel Wert darauf, dass Sie durch Hospitation und Anleitung beim Konsil- und Notaufnahmedienst rasch Sicherheit bei der Behandlung psychiatrischer Notfälle erlangen.

Nach 3 Monaten werden Sie am Bereitschaftsdienst der Klinik teilnehmen, wobei Sie durch erfahrene fachärztliche Rufbereitschaftsärzte unterstützt werden. Aufgrund der guten ärztlichen Besetzung unserer Klinik werden Sie durchschnittlich zu weniger als vier Bereitschaftsdiensten herangezogen. In unserer Klinik wird im Rahmen des Qualitätsmanagements auf die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes großer Wert gelegt, so dass auch im Falle eines Bereitschaftsdiensts die Anwesenheit von 24 Stunden nicht überschritten wird. Übermüdete Ärzte, die nach dem Bereitschaftsdienst noch Stationsarbeit erledigen müssen, gibt es bei uns nicht.

Durch die differenzierte Erfassung von Mehrarbeit wird diese – tariflich garantiert – als Freizeitausgleich gewährt oder auf Wunsch ausbezahlt. Unsere Ärzte werden nach dem Tarif Ärzte (https://www.marburger-bund.de/sites/default/files/tarifvertraege/2014/tv-aerzte-tdl/tv-aerzte-i.d.f.4.aenderungstv-final.pdf) vergütet, welcher sonst an Universitätskliniken zur Anwendung kommt. Die Eingruppierung in die Bereitschaftsdienststufe II bewertet die Bereitschaftsdienstzeit zu 95% als Arbeitszeit, welche hälftig als Freizeitausgleich und Auszahlung vergütet wird. Eine mögliche Anstellung in Teilzeit schafft die Voraussetzung, die Anforderungen von Familie und Beruf gut zu vereinbaren.

Zur Vermittlung der theoretischen Weiterbildungsinhalte erfolgen klinikintern intensive Weiterbildungen mit internen und externen Referenten (Link zu „Fort- und Weiterbildungen“). Wöchentlichen Fallvorstellungen und Konferenzen sowie engmaschige chef- und oberärztlichen Visiten bieten umfassende Möglichkeiten, das Verständnis für komplexe diagnostische und therapeutische Zusammenhänge zu vertiefen. In praxisnahen Workshops werden oberärztlich alltagsrelevante Fertigkeiten vermittelt. Die Workshops finden 1x/Monat statt und haben sowohl akutpsychiatrische wie spezielle psychopharmakologische Fragestellungen zum Inhalt. Frontalvorträge werden hier grundsätzlich vermieden und es wird darauf wertgelegt, dass den Kollegen in Weiterbildung die Möglichkeit interaktiver Mitarbeit gegeben ist. Aufgrund der entsprechenden Spezialisierung des Chefarztes besteht die Möglichkeit der supervidierten Erstellung von forensischen psychiatrischen Gutachten.

Im fortgeschrittenen Ausbildungsabschnitt steht der Erwerb psychotherapeutischer Fertigkeiten, insbesondere im Bereich der Tageskliniken und der Depressionsstation im Vordergrund der Weiterbildung. Dabei garantieren mehrere erfahrene akkreditierte Supervisoren (Verhaltenstherapie) die für die Facharztweiterbildung erforderliche Supervision der Psychotherapiefälle auf fachlich hohem Niveau. Die Psychotherapieausbildung in Kooperation mit externen Ausbildungsinstituten oder dem Weiterbildungsverbund Verhaltenstherapie in Thüringen (WVTT) werden hinsichtlich Finanzierung und Freistellung großzügig unterstützt.

Unsere Psychiatrischen Institutsambulanzen ermöglichen den facharztnahen Ärzten in Weiterbildung, mit zunehmender Eigenverantwortung im multiprofessionellen Team mit Psycho- und Ergotherapeuten sowie Sozialarbeitern und Krankenschwestern Erfahrungen in der komplexen ambulanten Behandlung schwer und chronisch psychisch Kranker zu sammeln. An der Schnittstelle zu Versorgungseinrichtungen wie Wohn- und Tagesstätten für psychisch kranke Menschen sowie Werkstätten für behinderte Menschen werden Ihre Kompetenzen u.a. bei der Angehörigenarbeit und der langfristigen Therapieplanung gefördert. Die enge Zusammenarbeit der Klinik mit dem Gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV) fördert die Entwicklung der Kenntnisse und Fertigkeiten unserer Ärzte, um langfristige und übergreifende Therapien und Unterstützungen unserer Patienten koordinieren zu können.

Eine Besonderheit unserer Klinik stellt die Spezialisierung auf die Behandlung von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen nach dem Konzept der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) von Marsha Linnehan dar. Nach erfolgreicher Ausbildung vieler Therapeuten wurde unsere Klinik vom Dachverband DBT als ambulantes DBT-Netzwerk akkreditiert (http://www.dachverband-dbt.de/index.php/dbt-therapieangebote). Dabei erfolgt an unserer Klinik in Kooperation mit AWP Berlin (Akademie für wissenschaftliche Psychotherapie, http://www.awp-berlin-online.de/) die Ausbildung von DBT-Therapeuten, welche von der Klinik für Ärzte in Weiterbildung großzügig unterstützt wird. Im Rahmen der Ambulanzen können die praktischen Fertigkeiten in Einzeltherapie und Skillsgruppenbehandlung unter Supervision trainiert werden.

Neben den arbeitsbezogenen Besonderheiten möchten wir Sie auf den Reiz von Weimar als Kultur- und Universitätsstadt aufmerksam machen, welche im Herzen Thüringens und der Nähe zu Jena und zur Landeshauptstadt Erfurt eine vielfältiges und ansprechendes Lebensumfeld bietet (http://de.wikipedia.org/wiki/Weimar).

Ansprechpartner:
Oberarzt Dr. med. Arndt Hoppe, Tel.: 03644 / 5144960, E-Mail: a.hoppe@klinikum-weimar.de
Sekretariat: Frau Sylvia Sommer, Te.: 03643 / 571400, E-Mail: psychiatrie@klinikum-weimar.de

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  20.10.2017 - 03:35 Uhr Klinikum Weimar bei Twitter     
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